Statuskonferenz Blaues Band Deutschland

Auf Einladung und unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fand am 17.5.2017 die zweite Statuskonferenz Blaues Band Deutschland statt. Dieses Bundesprogramm, das von BMVI und BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) gemeinsam vorangetrieben wird, hat „den Erhalt der einzigartigen Wasserlandschaft Deutschlands“ und die Schaffung einer Zukunftsperspektive für die sog. Nebenwasserstraßen zum Ziel. Dabei sollen neben ökologischen Entwicklungsmöglichkeiten auch der Freizeitnutzen und der Wassertourismus berücksichtigt werden, so der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Enak Ferlemann. Neben den Rednern aus den Ministerien und Bundesbehörden kamen in der Veranstaltung die Interessenvertreter zu Wort. Als Vertreter des Wassersports/-Tourismus sprach der Präsident des Deutschen Kanuverbands e.V. Thomas Konietzko. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Website des Ministeriums.

Statuskonferenz Blaues Band Deutschland : Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Statuskonferenz Blaues Band Deutschland : Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Zur langfristigen Umsetzung des Bundesprogramms (Zeitraum von 30 Jahren) wird ein jährlicher Investitionsbedarf von 50 Millionen Euro angesetzt. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort werden nun regionale Entwicklungskonzepte erarbeitet. Zudem wurde ein Beirat eingerichtet, der in der Rückkoppelung mit der interministeriellen Arbeitsgruppe über die strategische Ausrichtung des Programms mitentscheiden soll. Diesem Beirat gehören u.a. Vertreter des ADAC, DOSB, DRV und DTV an.

START BOATING – Tour 2017

Im vergangenen Jahr haben bereits 2600 Teilnehmer die Faszination Bootssport auf den zahlreichen Events von Start Boating hautnah erlebt.
Dieses Jahr geht die bundesweite Kampagne mit der hanseboot ancora boat show in Neustadt an der Ostsee vom 26. bis 28. Mai bereits in die zweite Runde!
Auch hier haben Interessierte wieder die Möglichkeit im Rahmen von kostenlosen Probefahrten die Faszination Bootssport selbst und hautnah kennenzulernen. Einfach einsteigen und ablegen lautet das Motto.

Übersicht der Bootsevents 2017 für kostenfreie Probefahrten

  • 26.-28. Mai hanseboot ancora boat show, Neustadt an der Ostsee
  • 10.-11. Juni Wassersportzentrum Müggelsee, Berlin
  • 11.-13. August Rhein in Flammen, Koblenz
  • 02.-03. September Düsseldorfer Yachtclub, Düsseldorf
  • 29. September – 01. Oktober Interboot Friedrichshafen

Das Start Boating Journal bietet neben weiterführenden Informationen zu den einzelnen Bootsevents weitere interessante Informationen z.B. zum Chartern von Yachten und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung  Die ADAC Sportschifffahrt unterstützt die Kampagne und steht Wassersportlern mit umfassenden Informationen zu zahlreichen Revier- und Sachthemen beratend zur Seite.

Neue Sportbootführerschein-Verordnung seit 10. Mai 2017 in Kraft

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die bisherigen Sportbootführerscheinverordnungen Binnen und See in einer Sportbootführerscheinverordnung (SpFV) zusammengelegt.

Es haben sich folgende Änderungen ergeben:

  • Auf Binnenschifffahrtsstraßen dürfen Sportboote bis 20 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) gefahren werden mit Ausnahme des Rheins. Aufgrund internationaler Vorgaben gilt auf dem Rhein allerdings weiterhin die Längenbegrenzung von 15 Metern.
    Die neue Regelung gilt auch für die alten Sportbootführerscheine Binnen.
    Auf den Seeschifffahrtsstraßen gibt es keine Längenbegrenzung.
  • Ab dem 01.01.2018 werden die Sportbootführerscheine in Scheckkartenformat ausgestellt. Bis dahin erfolgt die Ausstellung im bekannten Format. In der künftigen Führerscheinkarte wird der jeweils gültige Bereich eingetragen
    –  Binnenschifffahrtsstraßen: Sportboote mit Antriebsmaschine/unter Segel,
    Länge < 20 Meter
    –  Seeschifffahrtsstraßen: Sportboote mit Antriebsmaschine
  • Der Antrag zur Zulassung zur Prüfung kann bis eine Woche vor dem Prüfungstermin eingereicht werden. Die theoretische und praktische Prüfung können zu unterschiedlichen Zeitpunkten absolviert werden. Beide Teilprüfungen müssen jedoch bei einem Prüfungsausschuss desselben Verbandes innerhalb eines Jahres abgelegt werden.
  • Die Prüfung für den Sportbootführerschein auf Seeschifffahrtsstraßen kann nun auch im Ausland abgelegt werden, für den Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen war dies bereits möglich.
  • Eine nicht bestandene Prüfung kann frühestens am nächsten Tag wiederholt werden.
  • Generell ist bei den Gebühren eine spürbare Teuerung festzustellen. Ein Grund dafür sind die in den Gebühren der neuen SpFV bereits enthaltenen Nebenkosten, wie Raum- und Reisekosten der Prüfer,  d.h. die Gebühren werden diesbezüglich transparenter.

Die Prüfungsinhalte bleiben bis auf kleine redaktionelle Anpassungen unverändert.
Alle Änderungen sind auf der Internetseite der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung veröffentlicht, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat ebenfalls einen Flyer zur neuen Sportbootführerscheinverordnung herausgegeben, der die wichtigsten Änderungen zusammenfasst.

 

Bora, Mistral & Co. – Wetterseminar in München

Auf dem beliebten ADAC Mittelmeerskipper-Treffen im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse (f.re.e) in München hatte jüngst JOJO Wassersport praxisnah und anschaulich über Wetterphänomene im Mittelmeer referiert. Das große Interesse während des Vortrags und vielfache Anfragen danach haben den Ausbilder dazu bewogen, ein entsprechendes Kompaktseminar in den JOJO-Schulungsräumen anzubieten.

Wasserhose Mittelmeer

Auch die Entstehung und das Gefahrenpotenzial von Wasserhosen werden auf dem JOJO-Wetterseminar anschaulich erklärt werden.

Ziel des Seminars ist, mit praktischen Beispielen aus unterschiedlichen Revieren zu üben und dem Teilnehmer so den sicheren Umgang mit Seewetterberichten und Wetter- bzw. Seegangskarten zu vermitteln. Dabei werden gemeinsam unterschiedliche Vorhersage-Tools analysiert, hilfreiche Informationsquellen aufgezeigt und praktische Tipps zur Verwendung an Bord gegeben.

Wo bekommt man Wetterinformationen, wie kann man diese Informationen bei der Törn- und Tagesplanung berücksichtigen und wie wird sich das Wetter entwickeln – auf all diese Fragen wird der Skipper im Rahmen des Abendkurses Antworten bekommen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Seminar auf die Wetterphänomene des Mittelmeers und erklärt dabei anschaulich, wie Mistral, Bora und Meltemi enstehen, welche Vorboten sie ankündigen und was Skipper, Schiff und Crew bei diesen Wetterlagen zu erwarten haben.

Ferner werden dem Teilnehmer Kenntnisse über Seegangsvorhersagen, Kapeffekte, Fallwinde und Strömungen vermittelt und die Entstehung von Gewittern und Wasserhosen erläutert.

Das JOJO Seewetterseminar kann wahlweise am 25. April 2017 oder am 18. Mai 2017 besucht werden, der Kurs findet jeweils von 18 bis 22 Uhr in den JOJO Schulungsräumen in der Augustenstraße 79 in München statt. Der Kurs kostet 60 Euro pro Teilnehmer, weitere Informationen und Anmeldung unter www.jojo-wassersport.de.

 

Marina Knowhow für Albanien

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kooperiert mit MPN Marinas, um die nautische Infrastruktur Albaniens nach vorn zu bringen.

Fano, den 21.03.2017 – Die Küste Albaniens, dem bislang wenig beachteten Land zwischen Kroatien und Montenegro erstreckt sich über 362 Kilometer. Aber gut ausgebaute Yachthäfen, die den Ansprüchen der Bootsfahrer genügen gibt es nur einen, das ist die Marina Orikum, südlich von Vlora gelegen. Die Häfen in Shengjin, Durres, Vlora und Saranda werden als Fährhäfen und teilweise auch militärisch genutzt. Das soll sich in Zukunft ändern. Die Nachbarländer Kroatien und Montenegro machen es bereits vor.

Die albanische Regierung hat den Wirtschaftsfaktor Tourismus schon längst und nun auch den Bootstourismus für sich entdeckt. Vor diesem Hintergrund wurde die GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) damit beauftragt, die Möglichkeiten des Bootstourismus und den Ausbau von Marinas zu prüfen. Als Experten hat die GIZ das italienische Jachthafen-Netzwerk MPN Marinas hinzugezogen, das über eine langjährige Expertise im Management von Sporthäfen verfügt. In einem Zeitraum von drei Monaten soll in enger Kooperation mit der GIZ ein Strategieplan zum Ausbau des Wassertourismus in Albanien entwickelt werden.

Damit wird eine bereits im Jahr 2014 begonnene Beteiligung an Überlegungen hinsichtlich der Verbesserung des Wassersport-Tourismus zwischen Rom und Tirana fortgeführt, an der MPN Marinas bereits beteiligt war.

Neben der Beratung der albanischen Regierung ist MPN Marinas auch in weitere EU-Projekte in puncto Wassersport und Marina Management involviert:

Zum Einen in das Programm Makro Region Adria und ionisches Meer 2014-2020, in dem es um Innovationsentwicklungen geht und vor dem Hintergrund des Klimawandels in Betracht gezogen werden.

Ferner sind bereits erste Ergebnisse aus dem Programm der Europäischen Union Clean Sea Life sichtbar, in dem es um die Sensibilisierung der Umweltverschmutzung in den Meeren geht und besonders dafür wirbst, dass weniger Plastikmüll in die Meere gelangt. MPN Marinas ist an diesem Projekt maßgeblich beteiligt. Im Laufe der nächsten vier Jahre werden sich alle Marinas des Netzwerkes an diesem Programm beteiligen.

DIE MPN Marinas 

ADAC Stützpunktmarina dei Cesari – Fano: Die Marken mit Urbino und das Montefeltro

Marina Sveva – Montenero di Bisaccia: die Molise mit den Tremiti – Inseln und dem Gargano

Capo d´Orlando Marina – Capo d´Orlando mit den die Äolischen Inseln und Sizilien

Marina di Santa Marinella – Santa Marinella: mit Rom, der ewigen Stadt

Porto di Cecina – Cecina: mit  Florenz und der Toskana

MPN MARINAS: EIN EINZIGARTIGES INNOVATIVES NETZWERK

Das Netzwerk MPN Marinas wurde von MP Network S.r.l. initiiert, die über eine mehr als zehnjährige Erfahrung im Marina Management verfügt. Ziel ist, einen hohen Qualitätsstandard, einen auf internationales Publium ausgerichteten Service und einen hohen Sicherheitsstandard in den Yachthäfen zu erreichen. Darüber hinaus ist in jeder MPN Marina ein Concierge Service eingerichtet, der den Bootsfahrern auch die regionalen Sehenswürdigkeiten des Hinterlandes nahe bringt. Enrico Bertacchi, CEO von MP Network erläutert sein Anliegen: Die Idee ist, die unterschiedlichen Marinas unter einer Dachmarke zu vermarkten, was den Vorteil hat, dass sein einheitlicher Qualitäts- und Servicestandard gewährleistet ist und die Bootsfahrer innerhalb des Netzwerkes zu günstigen Konditionen von einer Marina zur nächsten navigieren und dabei Italien individuell kennen lernen können.”