Dänemark

Reviere

Das Land
Das Königreich Dänemark bildet den Übergang von Mitteleuropa nach Skandinavien und ist ein Land mit abwechslungsreichen Landschaften, wunderschönen Badestränden und romantischen Städtchen mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Die über 7 000 km Küste, die vielen Fjorde und die zahlreichen Inseln machen Dänemark zu einem attraktiven Revier für Wassersportler. Über 500 Anlegemöglichkeiten – vom kleinen Fischerhafen bis hin zur modernen Marina – bieten dabei für jeden Geschmack etwas.

Die Reviere
Der Kleine Belt ist die westlichste Verbindung zwischen dem Kattegat und der Ostsee. An seiner engsten Stelle bei Middelfart ist er nur ca. 100 m breit. Nach Süden öffnet er sich zur Inselwelt der sogenannten Dänischen Südsee, einem der schönsten Bootsreviere der Ostsee. Zwischen diesen Inseln ist eine exakte Navigation unbedingt erforderlich.

Die Storebælt-Brücke verbindet die Inseln Fyn und Sjælland. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1998 hat der Fährverkehr durch den Großen Belt abgenommen, sehr zur Freude der Sportschifffahrt. Ein genauer Blick in die Seekarte ist hier ein absolutes Muss, um nicht auf einem der lang gestreckten Riffe oder einer Untiefe aufzulaufen. Ebenso wichtig ist, die teils unberechenbare Strömung zu beachten. Zum Großen Belt wird häufig der direkt südlich angrenzende Langelands Belt hinzugerechnet, der sich zwischen den Inseln Langeland im Westen und Lolland im Osten befindet.

Östlich des Großen Belts und südlich der Insel Sjælland erstreckt sich das Smaalands-Fahrwasser. In diesem Revier muss der Schiffsführer unbedingt auf die Strömung achten und die Fahrrinnen genau einhalten.

Der Öresund ist der am meisten genutzte Verbindungsweg zwischen der Ostsee und dem Kattegat. Durch die Öresundbrücke sind die beiden größten Städte am Sund – Kopenhagen und Malmö – miteinander verbunden. Die engste Stelle der Meerenge liegt zwischen Helsingör und Helsingborg. Je nach Windrichtung und Windstärke kann hier starke Strömung stehen. Auch der rege Fährverkehr sollte in dieser Region von Sportschiffen beachtet werden.

Die Insel Bornholm befindet sich ca. 40 km südöstlich von Schwedens Südküste. Die dort vorkommenden Strömungen und Wasserstandsänderungen werden hauptsächlich von den vorherrschenden Winden beeinflusst.

Die Fahrwasser des Kattegat sind sowohl tagsüber als auch nachts gut gekennzeichnet. Ab einer Windstärke von vier bis fünf Beaufort und mehr kann eine beachtliche Dünung entstehen.

Der Limfjord, der mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, vielen Hafenstädten und zahlreichen Ankerplätzen ein ideales Revier für Wassersportler bietet, durchtrennt den nördlichen Teil Jütlands. Im westlichen Teil des Limfjords, bis in die Nissum-Breite, ist Gezeitenstrom bemerkbar. Dieser nimmt nach Osten hin aber deutlich ab, um dann vor dem Oddesund ganz aufzuhören. Im Thyborøn-Kanal kann die Stromgeschwindigkeit bis zu 8 kn betragen. Über den Limfjord führen einige Brücken, deren Durchfahrtsbreite in der Brückenöffnung ca. 30 m beträgt. Die Brückenöffnungen sind mit roten und grünen Leitfeuern gekennzeichnet und müssen entsprechend an Backbord bzw. Steuerbord passiert werden.

Fahrten an der Westküste Jütlands sollten bei rauen Winden und starker Strömung nur Sportboote mit ausreichender Maschinenkraft unternehmen. Zum Befahren dieses Nordsee-Reviers sind Gezeitentafeln und aktuelle Seekarten unabdingbar, ebenso wie eine exakte Gezeitennavigation. Zwischen Skagen und dem westlichen Ausgang des Limfjords bei Thyborøn sind der Küste im Abstand von 500 m bis 1500 m bis zu drei Sandbänke vorgelagert.

Besonderheiten
Das Tankstellennetz für Wasserfahrzeuge ist in Dänemark relativ gut ausgebaut. In fast allen größeren Orten gibt es Bunkerstationen.

Bootstouristische Informationen zu Dänemark sind im neuen  ADAC TourSet BTI DK 10 enthalten. Das gedruckte TourSet  ist in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich oder kann per Email sportschifffahrt@adac.de angefordert werden.

Bestimmungen

Unbedingt Mitnehmen
Folgende Dokumente und Unterlagen sind mitzuführen:

  • je nach Fahrtgebiet: Sportbootführerschein Binnen oder See
  • gültiger Internationaler Bootsschein des ADAC oder anderer Nachweis der Bootsregistrierung
  • Eigentumsnachweis bzw.  Vollmacht des Bootseigners
  • Versicherungsnachweis der Bootshaftpflichtversicherung
  • EU-Konformitätserklärung ab Bootsbaujahr 1998
  • Mit einer Sprechfunkanlage an Bord: Sprechfunkzeugnis UBI für die Binnenschifffahrt, SRC oder LRC für die Seeschifffahrt sowie eine Nummernzuteilungsurkunde für das Sprechfunkgerät

Ein- und Ausreise mit dem Boot
Mit einem geliehenen Boot empfiehlt es sich, eine Vollmacht des Bootseigners und die Kopie einer gültigen Bootsregistrierung des Heimatlandes, z.B. den Internationalen Bootsschein (IBS) vom ADAC, mitzuführen. Die ADAC Sportschifffahrt hat für Inhaber eines IBS vom ADAC die Vorlage einer Vollmacht erstellt. Erhältlich ist diese unter www.adac.de/vollmacht.

Auf dem Seeweg
Wer über See aus einem Nicht-Schengen-Land mit seinem Boot einreist, muss die Flagge Q setzen und den nächstgelegenen, für den internationalen Verkehr geöffneten Hafen (Port of Entry) zur Abwicklung der Pass- und Zollformalitäten anlaufen.

Bei einer Einreise aus Schengen-Staaten finden i.d.R. keine Zoll- oder Grenzkontrollen statt. Eine Anmeldung bei Hafenbehörden ist nicht erforderlich.

Auf dem Landweg
Für die Einreise mit einem Boot auf dem Landweg sind keine besonderen Vorgaben zu beachten.

Zoll

Zolldeklaration
Für den freien Verkehr in der EU muss das Boot (im Besitz eines EU-Bürgers) Gemeinschaftsware sein. Das trifft i.d.R. zu, wenn das Boot bereits in der EU gekauft oder entsprechend in die EU eingeführt wurde.

Boote, die Nichtgemeinschaftsware sind, müssen vorübergehend zollfrei eingeführt werden oder für den freien Verkehr in der EU zugelassen werden, indem eine Zolldeklaration erfolgt.

EU-Mehrwertsteuernachweis
Ein Nachweis über die entrichtete Mehrwertsteuer kann innerhalb der EU für alle Boote verlangt werden (z.B. Originalrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, Bestätigung offizieller Stellen oder ggf. T2L-Dokument).

Bootsregistierung und Kennzeichen
IBS (Internationaler Bootsschein)
Als offizieller Registrierungsnachweis des Bootes gelten die amtlichen Kennzeichen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter und die amtlich anerkannten Kennzeichen der Verbände, z.B. der Inter­nationale Bootsschein vom ADAC (IBS).

Dänische Charterboote müssen die Vorschriften der Søfartsstyrelsen erfüllen. Charterkunden sollten sich dies bestätigen lassen.

Gebühren
Es werden keine Gebühren zur Befahrung der Wasserstraßen erhoben. In fast allen dänischen Häfen sind Liegegebühren zu zahlen.

Führerschein
Sportbootführerschein
Ausländische Bootsfahrer – auch EU-Bürger – müssen das nauti­sche Befähigungszeugnis ­besitzen, das in ihrem Heimatland zum Befahren vergleichbarer Gewässer vorgeschrieben ist. Der deutsche Sportbootführerschein See wird anerkannt.

Zum Führen von dänischen Segel- und Motorbooten ist für Boote über 4 m Länge und 25 PS ein Sportbootführerschein erforderlich.

Funkzeugnis
Abhängig vom jeweiligen Fahrtgebiet benötigen Skipper ein entsprechendes Funkzeugnis:

Küstengewässer

→ SRC (Short Range Certificate) ›Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis‹. Gültig für UKW und GMDSS

→ LRC (Long Range Certificate) ›Allgemeines Funkbetriebszeugnis‹. Gültig für GW, KW, UKW, Inmarsat und GMDSS

Binnengewässer

→ UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk)
Hat ein Sportboot eine UKW-Sprechfunkanlage an Bord, muss der Skipper oder ein Crewmitglied das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) besitzen.

Weitere Informationen zu Sportbootführerscheinen und Funkzeugnissen unter www.adac.de/sbf.

Ausrüstung
Grundsätzlich gelten für Sportboote unter deutscher Flagge die in Deutschland gültigen Ausrüstungsvorschriften. Mehr dazu unter www.adac.de/sicherheitsausruestung.

Nautische  Ausrüstung
In Dänemark ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass jede an Bord befindliche Person eine Rettungsweste (CE-Kennzeichen) trägt. Eine weitere Sicherheitsausrüstung ist für Sportboote nicht ­vor­geschrieben. Jeder Skipper muss jedoch im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht ausreichend Rettungsmittel an Bord mitführen.

Signalpistolen
Signalpistolen dürfen mitgenommen werden, eine Waffenbesitzkarte sowie ein ›Europäischer Feuerwaffenpass‹ sind für deren Besitz erforderlich. Beim Transport ist die Munition getrennt von der Waffe aufzubewahren, und es ist verboten, die Signalpistolen von Bord zu bringen.

Seefunkanlagen
Aus Gründen der Sicherheit ist an der Küste eine Seefunkanlage an Bord zu empfehlen. Das Betreiben einer See- oder Binnenfunk­anlage setzt die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur voraus.
Ohne Genehmigung darf keine Funkanlage betrieben werden. Die nach der Verordnung Funk international anerkannte Urkunde der Nummernzuteilung (ehemals Frequenzzuteilung) wird auf Antrag von der Bundesnetzagentur erteilt.

Umwelt- und Gewässerschutz

Fäkalientank
Innerhalb dänischer Hoheitsgewässer darf keine Entleerung eines Fäkalientanks erfolgen. Das Einleiten der Fäkalien in das Hafen­becken ist verboten. Entsprechenden Entleerstationen sind zu verwenden.

Ein Fäkalientank ist vorgeschrieben für:

  • Boote, die zwischen 1980 und vor 2000 gebaut wurden und mit einer fest eingebauten Toilette versehen sind, wenn diese länger als 10,50 m und/oder breiter als 2,80 m sind
  • Boote, die nach 2000 gebaut wurden und mit einer fest eingebauten Toilette versehen sind.

Notruf auf dem Wasser

JRCC (Joint Rescue Coordination Centre) Denmark, Tel. +45 89 43 32 03, mit den MRSC Kattegat, Tel. +45 99 22 15 20, und MRSC Bornholm, Tel. +45 56 94 24 16, koordinieren die Rettungs-einsätze.
In Seenotfällen erreicht man die Haupt-Küstenfunkstation Lyngby Radio auf UKW-Kanal 16 und 70.

Verkehrsvorschriften für Sportboote

Auf dänischen Gewässern gelten neben den Internationalen ­Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Kollisionsverhütungsregeln, KVR) die dänischen Schifffahrtsvorschriften (Bekendtgørelse om Regler for Sejlads m.m. i Visse Danske Farvande). Die nationalen Regelungen gehen den KVR vor und finden Anwendung für Flüsse, Kanäle, Hafeneinfahrten und Häfen, Reeden, Buchten und Förden sowie Fahrrinnen.

Fahr- und Ausweichregeln
In Hafeneinfahrten etc. gilt i.d.R. das auslaufende Fahrzeug als wartepflichtig. Es gelten die lokalen Hafenordnungen.
Die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Hafenfahrwassern beträgt i.d.R. 3 kn.
Passieren zwei Fahrzeuge einander in engen Fahrwassern, muss das in die Engstelle einlaufende Fahrzeug warten.
Als einlaufendes Fahrzeug gilt das Fahrzeug, das die grünen Schifffahrtszeichen an seiner Steuerbordseite hat.

Ankern
Das Ankern ist in engen Fahrwassern verboten. Dies gilt insbesondere in den Linien der Richtfeuer und Leitsektoren. In der Nähe von Kabeln ist das Ankern ebenfalls verboten, Richtbaken an den Ufern zeigen an, wo die Kabel ins Wasser führen. Im Hafen oder in der Nähe eines Anlegers darf ohne Erlaubnis des Hafenamts nicht geankert werden. Das Hafenamt kann Fahrzeuge auch auffordern, den Ankerplatz zu räumen.

Sperrgebiete
Die Grenzen der Sperr- und Übungsgebiete sind aus den Seekarten ersichtlich, die Sperrzeiten können bei den Hafenmeistern erfragt werden und werden im Internet unter www.bsh.de (Suchbegriff: Sperrzeiten) veröffentlicht.
Es gilt wie in Deutschland das maritime Betonnungssystem ›A‹ der IALA.

Wichtigste Inhalte der KVR in Kürze

Ausweich- und Fahrregeln (Teil B / Regel 4-19)
Verhalten von Fahrzeugen bei allen Sichtverhältnissen:

  • Ausguck: Überblick über die Lage und Wahrnehmung der Gefahr eines möglichen Zusammenstoßes (Regel 5)
  • Sichere Geschwindigkeit: jederzeit das Fahrzeug zum Stehen bringen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden (Regel 6)
  • Möglichkeit der Gefahr eines Zusammenstoßes: mit allen ­verfügbaren Mitteln an Bord einen Zusammenstoß vermeiden ­(Regel 7/8)
  • Enge Fahrwasser: Fahren am äußeren Rand (Stbd) des Fahrwassers, sichere Durchquerung (Regel 9)
  • Verkehrstrennungsgebiete: Einbahnregelung, Abstand von der Trennzone, Queren vermeiden (Regel 10)

Verhalten von Fahrzeugen die einander in Sicht haben:

  • Überholen: dem anderen Fahrzeug ausweichen (Regel 13)
  • Entgegengesetzte/kreuzende Kurse: Kurs nach Steuerbord ändern, an Backbordseite passieren; das Maschinenfahrzeug hat Ausweichpflicht, das das andere an Steuerbord hat (Regel 14/15)
  • Maßnahmen der Ausweichpflichtigen: frühzeitig handeln (Regel 16)
  • Maßnahmen des Kurshalters: Kurs und Geschwindigkeit bei­behalten (Regel 17)
  • Verantwortlichkeiten der Fahrzeuge untereinander: Ein Maschinenfahrzeug muss manövrierbehinderten, fischenden Fahrzeugen und Segelfahrzeugen ausweichen (Regel 18)

Verhalten von Fahrzeugen bei verminderter Sicht:

  • Geschwindigkeit der Sicht anpassen
  • keine Kursänderung nach Backbord oder auf ein Fahrzeug zu bei Nahbereichslagen
    (Regel 19)

Lichter und Signalkörper (Teil C / Regel 20-31)
Tragweite der Lichter, Maschinenfahrzeuge in Fahrt, Schleppen
und Schieben, Segelfahrzeuge in Fahrt und Fahrzeuge unter Ruder, Fischereifahrzeuge, manövrierunfähige oder manövrierbehinderte Fahrzeuge, Tiefgang behinderte Fahrzeuge, Lotsenfahrzeuge, Fahrzeuge vor Anker und auf Grund, Wasserflugzeuge.

Schall- und Lichtsignale (Teil D / Regel 32-37)
Ausrüstung für Schallsignale, Manöver- und Warnsignale, Schallsignale bei verminderter Sicht, Aufmerksamkeitssignale, Notsignale. Unter www.bsh.de (Suchbegriff: ›Lichterführung‹) können weiterführende Informationen heruntergeladen werden.

Versicherung für Sportboote
Eine Bootshaftpflichtversicherung ist in Dänemark gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch unbedingt zu empfehlen. Im Schadensfall müssen Versicherungen nur zahlen, wenn der Bootsführer über die notwendige Sachkunde verfügt. Der Nachweis der Sachkunde ohne Sportbootführerschein kann schwierig sein.

Weitere Wassersportarten

Wassermotorräder (Jet-Ski)
Das Fahren mit Jet-Ski und Wassermotorrädern ist an ausgewiesenen Küstenabschnitten zulässig. Der Mindestabstand beträgt dabei 300 m zur Küste.

Wasserski
Wasserskifahren ist auf ausgewiesenen Strecken zulässig. Diese müssen vor Ort bei den zuständigen Stellen erfragt werden.

Windsurfen
Im Sinne des Gesetzes gilt ein Surfbrett (Board mit Segel) als ein Segelboot und unterliegt den gleichen Vorschriften und Regeln.

  • Für Windsurfer besteht die Pflicht zum Tragen einer Schwimmhilfe
  • Windsurfer müssen Segelbooten ausweichen und Abstand von Badenden halten
  • Wind- und Kitesurfer müssen auf genügenden Abstand voneinander achten
  • Spezielle Vorschriften in Naturschutzgebieten müssen eingehalten werden.

Tauchen
Es gelten folgende Vorschriften:

  • Die internationale Signalflagge ›A‹ (120 x 100 cm) muss bei jeder Art von Tauchgang in offenem Gewässer gesetzt werden. Der Abstand der Flagge zum Taucher sollte nahe der Oberfläche 30 Meter nicht übersteigen
  • Die Flagge muss sichtbar und mindestens 100 cm über der Wasseroberfläche ausgerollt sein und muss an beiden Enden des Tauchbereichs platziert werden
  • Bewegen sich die Taucher außerhalb des markierten Bereichs, muss ein verfolgendes Boot zur Stelle sein, das die Signalflagge ›A‹ führt
  • Alle Tauchergruppen müssen Schleppbojen mitbringen, die deutlich die Position der Taucher von der Oberfläche anzeigen
  • Bei Tauchgängen am Abend und in der Nacht muss die Taucherflagge auf der Oberflächenboje oder auf dem Boot beleuchtet und deutlich für passierende Fahrzeuge sichtbar sein

Angeln
Für Salz- und Süßwasser ist in Dänemark eine Angellizenz für Personen zwischen 18 und 65 Jahren erforderlich. Einzige Ausnahme sind sogenannte Put & Take-Seen. Die Angellizenz wird käuflich in Tourismusbüros oder Postfilialen erworben und ist gültig für Hobbyangler. Eine Prüfung ist nicht abzulegen.

Die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen ist Eigentümer einer Reihe von Angelgebieten, die für Hobbyangler frei zugänglich sind. Mancherorts kann man in diesen Gebieten kostenlos angeln, für andere muss man eine Gebühr bezahlen. Informationen zu diesen Angelrevieren finden Sie unter www.naturstyrelsen.dk mit dem Suchbegriff ›betalingsfiskerier‹. (Durch Rechtsklick auf dieser Seite kann man den Inhalt übersetzen lassen.)

Sonstiges

Personaldokumente
Personalausweis oder Reisepass. Kinder und Jugendliche benötigen ein eigenes Ausweisdokument.

Kfz-Papiere
Führerschein und Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I. Internationale Grüne
Versicherungskarte wird empfohlen.

Haustiere
EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung, Identifikation des Tieres durch Mikrochip oder gut erkennbare Tätowierung. Die Mitnahme von 13 als gefährlich eingestuften Hunderassen und Kreuzungen davon kann verboten sein oder unterliegt besonderen Bestimmungen. Genaue Hinweise dazu gibt die dänische Botschaft auf ihrer Website.

Besondere Bestimmungen gelten für die Mitnahme von Hunden und Katzen nach Grönland und auf die Färöer-Inseln.

Bootstouristische Informationen zu Dänemark sind im neuen  ADAC TourSet BTI DK 10 enthalten. Das gedruckte TourSet  ist in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich oder kann per Email sportschifffahrt@adac.de angefordert werden.

Trailern

Geschwindigkeitsbegrenzungen
Für Pkw mit Anhänger gelten innerorts 50 km/h, außerorts 70 km/h und auf Autobahnen 80 km/h.

Verkehrsregeln
Lichtpflicht auch tagsüber. An Straßeneinmündungen bei weißen Dreiecken („Haifischzähne“) auf der Fahrbahn Vorfahrt gewähren. Auf Autobahnzufahrten entsprechend der Beschilderung (zwei Pfeile, die zu einem Pfeil werden) beide Seiten gleichberechtigt (Einfädeln lassen erforderlich). Auf Autobahnen bei Stau oder anderen Gefahren Warnblinklicht einschalten. Parkverbot bis zu 10 m vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen. Verstöße gegen Parkvorschriften werden mit hohem Bußgeld belegt.

Gespanne
Gespanne dürfen in Dänemark folgende Maße haben (bei Überschreitung eines dieser Maße ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich): Gespanne: 2,55 x 18,75 m. Anhänger einschließlich Deichsel: 2,55 m x 12 m.

Gespanne, deren Abmessungen die zulässigen Grenzen überschreiten, benötigen eine Ausnahmegenehmigung. Zuständig für die Erteilung dieser Ausnahmegenehmigung ist:

Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen (Danish Transport and Construction Agency)
Edvard Thomsens Vej 14
2300 Copenhague
Dänemark
Tel.: +45 72 21 88 00
Fax: +45 72 62 67 90
info@tbst.dk
www.trafikstyrelsen.dk

Sichere Verladung von Sportbooten
Zur sicheren Verladung von Sportbooten hat die Polizei Baden-Württemberg eine Broschüre zusammengestellt.

Mautpflicht
In Dänemark besteht u.a. für die Brücke über den Großen Belt Mautpflicht. Mehr.

Promillegrenze
0,5 ‰

Wissenswertes

Straßenhilfsdienst
Pannenhilfe rund um die Uhr vermittelt der ADAC Auslandsnotruf, Tel.: +49 89 22 22 22. Die Hilfeleistungen sind kostenpflichtig. Für ADAC PlusMitglieder Kostenerstattung bis zu jeweils 300 Euro für Panne und Abschleppen. Bei Pannen mit dem Mietfahrzeug ist immer zuerst der Vermieter zu informieren.

Notrufnummern
112 Polizei und Rettungsdienst.

Telefon-Landesvorwahl
+45

Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer (MOMS) beträgt 25%.

Zahlungsmittel
Dänische Krone (100 DKK = 13,45 Euro, Stand: Juni 2017)

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Media

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