Österreich

Reviere

Österreich kann mit einer Vielzahl an Seen aufwarten. Für Segler ist der Attersee einsame Spitze. Er ist der größte österreichische See – 46 km² mit einer Länge von 21 km – und ein international anerkanntes Segelrevier.

Motorboote sind sowohl zulassungs- als auch führerscheinpflichtig. Ihr Einsatz unterliegt auf vielen österreichischen Binnengewässern zeitlichen Einschränkungen. Auf den Flüssen Inn und Donau können Motorboote ganzjährig eingesetzt werden.

Der Bodensee
Der Bodensee ist mit 539 km² Fläche der drittgrößte See Mitteleuropas. Durch seine Größe und seine Lage am Schnittpunkt von drei Staatsgrenzen, besitzt er etwas vom internationalen Flair eines Meeres. Für Segler, Surfer und Motorbootfahrer ist der Bodensee ein beliebtes Wassersportrevier. Allerdings gelten für Motorboote, Segler und Surfer besondere Vorschriften, die in der Bodensee-Schifffahrtsordnung festgelegt sind. Auf dem See gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Alle Wasserfahrzeuge, mit Ausnahme von Fahrzeugen ohne Maschinenantrieb und einer Länge von weniger als 2,50 m, sind kennzeichnungspflichtig.

Zum Befahren des Bodensees ist das Bodenseeschifferpatent Kategorie A oder D erforderlich. Inhaber der Sportbootführerscheine Binnen oder See können einmal pro Jahr für einen Monat ein Ferienpatent beantragen. Bei aufziehendem Sturm warnt der Sturmwarndienst mit orangefarbigen Blinklichtern. Wassersportler müssen umgehend geeignete Maßnahmen ergreifen und den nächsten Hafen anlaufen.

Die Donau
Die Donau ist auf ihrer gesamten Länge in Österreich schiffbar. Auf der „Neuen Donau“ gibt es Teilbereiche, die nicht von Fahrzeugen mit Motor befahren werden dürfen. Während des Schleusungsvorganges müssen alle Personen an Deck eine Rettungsweste tragen.

Bestimmungen

Sicherheitsausrüstung
In Österreich ist eine Sicherheitsausrüstung gesetzlich grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Abweichend davon ist auf dem Bodensee folgende Mindestausrüstung mitzuführen: ohnmachtssichere Rettungsweste für jede an Bord befindliche Person, Schwimmkörper mit Wurfleine, Paddel oder Riemen, Anker mit Leine oder Kette, Festmacherleinen, Bootshaken, Feuerlöscher für jedes Fahrzeug mit Koch-/Heizeinrichtung oder Innenbordmotor, dessen Maschinenleistung über 4,4 kW bzw. Außenbordmotor, dessen Maschinenleistung über 7,4 kW liegt, Kompass, Werkzeugsatz, Verbandskasten, Mundsignalhorn, rote Notflagge, Notlaterne als Rundumlicht, Lenzeinrichtungen.

Versicherung
Eine Wassersporthaftpflichtversicherung ist nicht vorgeschrieben, jedoch empfehlenswert. Auch der ADAC bietet entsprechende Versicherungen, Mitglieder des ADAC und Inhaber des Internationalen Bootsscheins vom ADAC bekommen Vergünstigungen auf die Versicherungspremie.

Personaldokumente
Personalausweis oder Reisepass.

Besondere Bestimmungen für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen ein eigenes Ausweisdokument.

Umsatzsteuer für Boote innerhalb der EU
Ein Nachweis über die entrichtete Umsatzsteuer (steuerrechtlicher Begriff für Mehrwertsteuer) wird von Bootsbesitzern innerhalb der Europäischen Union für alle Boote verlangt, die nach dem 1. Januar 1985 in Betrieb genommen wurden – Brüsseler Richtlinie 92/111/EWG vom 14. Dezember 1992. Ohne diesen Nachweis ist z. B. beim Einklarieren in einem Hafenamt der EU oder innerhalb der Hoheitsgewässer die Nachversteuerung vor Ort fällig. Berechnet wird die Umsatzsteuer dann nach dem Zeitwert des Bootes.

Führerscheinpflicht
Für Ruder- und Segelboote besteht weder eine Zulassungs- noch eine Führerscheinpflicht. Motorboote hingegen sind zulassungs- und führerscheinpflichtig. Ausländische Bootsfahrer müssen den entsprechenden Führerschein ihres Heimatlandes besitzen. Für weitere Informationen zu Führer- und Funkscheinen hat der ADAC eine Informationsbroschüre erarbeitet.

Schiffspapiere
Der Internationale Bootsschein (IBS) vom ADAC wird als Registrier- und Eigentumsnachweis anerkannt.

Kfz-Papiere
Führerschein und Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I. Internationale Grüne Versicherungskarte als Nachweis bei einem Unfall empfohlen.

Haustiere
EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung, Identifikation des Tieres durch Mikrochip (Pflicht bei Erstkennzeichnung nach dem 3.7.2011) oder Tätowierung. Auf öffentlichen Wegen, Straßen, in Parks und Verkehrsmitteln müssen Hunde entweder an der Leine geführt werden oder einen Maulkorb tragen.

Trailern

Geschwindigkeitsbegrenzungen
Innerorts 50 km/h. Für Pkw mit Anhänger außerorts und auf Autobahnen zwischen 70 km/h und 100 km/h, je nach Gewichtsverhältnis Zugfahrzeug und Anhänger sowie zulässigem Gesamtgewicht des Gespanns.

Verkehrsregeln
Schulbusse mit eingeschalteter Warnblinkanlage und gelb-roten Warnleuchten dürfen nicht passiert werden. Eine Vorfahrtsberechtigung gilt nicht beim Anhalten des Fahrzeuges. Im Kreisverkehr hat grundsätzlich der Einfahrende Vorfahrt, meist wird die Vorfahrt jedoch durch entsprechende Schilder so geregelt, dass das Fahrzeug im Kreisverkehr Vorfahrt hat. Generelles Überholverbot herrscht 80 m vor und nach Bahnübergängen. Parken auf Fahrbahnen mit Gegenverkehr ist nur dann erlaubt, wenn mindestens zwei Fahrstreifen für den fließenden Verkehr frei bleiben. Im eingeschränkten Halteverbot – mit Ausnahme von Kurzparkzonen – darf bis zu 10 Minuten gehalten werden. Park- und Halteverbot besteht bei gelben Zickzacklinien.

Das Tragen einer reflektierenden Warnweste beim Verlassen des Fahrzeuges nach Panne oder Unfall außerorts ist vorgeschrieben. Bei winterlichen Straßenverhältnissen gilt zwischen 1. November und 15. April Winterreifenpflicht. Dabei müssen die Reifen eine Mindestprofiltiefe von 4 mm aufweisen. Die Mitnahme eines Ersatzglühlampensets wird empfohlen.

Gespanne
Gespanne dürfen in Österreich folgende Höchstmaße nicht überschreiten: 2,55 m Breite und 18,75 m Länge. Anhänger mit Deichsel: 2,55 m x 12 m.

Gespanne, deren Abmessungen die zulässigen Grenzen überschreiten, benötigen eine Ausnahmegenehmigung. Nachfolgend aufgeführte Behörden bzw. Agenturen sind für die Erteilung dieser Ausnahmegenehmigung zuständig. Ämter der Landesregierung des jeweiligen Bundeslandes in dem der Grenzübertritt aus Deutschland erfolgt:

Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Abt. Verkehr
Fabrik Str. 32
4020 Linz
Österreich
Tel.: +43 732 77 20 25 81
Fax: +43 732 77 20 16 88

Amt der Salzburger Landesregierung
Postfach 527
5010 Salzburg
Österreich
Tel.: +43 662 80 42 53 31
Fax: +43 662 80 42 41 95

Amt der Vorarlberger Landesregierung
Römerstr. 15
6901 Bregenz
Österreich
Tel.: +43 5574 51 12 12 11
Fax: +43 5574 92 12 95
verkehrsrecht@vorarlberg.at

Amt der Tiroler Landesregierung
Landhaus
6010 Innsbruck
Österreich
Tel.: +43 512 508 24 50
Fax: +43 512 593 23 05

Sichere Verladung von Sportbooten

Zur sicheren Verladung von Sportbooten hat die Polizei Baden-Württemberg eine Broschüre zusammengestellt.

Mautpflicht
Informationen zur Maut und zum Kauf von Mautkarten

Promillegrenze
0,5 ‰, für Fahrer, die den Führerschein noch keine 2 Jahre besitzen, 0,1 ‰.

Wissenswertes

Straßenhilfsdienst
Pannenhilfe des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC rund um die Uhr. Die Hilfeleistung ist für ADAC Mitglieder kostenpflichtig. Im Rahmen der ADAC PlusMitgliedschaft werden die Kosten zur Pannenbehebung und die Abschleppkosten bis zu jeweils 200 Euro übernommen.

Notrufnummern
112 für Polizei und Rettungsdienst
Flüsse und Bodensee: UKW-Kanal 16 der ausschließlich dem Anruf-, Sicherheits- und Notverkehr vorbehalten.

Telefon-Landesvorwahl
+43

Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer beträgt 20 %.

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