FSR warnt vor Kürzungen bei den Wasserschutzpolizeien: Prävention gerät in Gefahr!

KüstenwacheMit großer Sorge betrachtet der Fachverband Seenot-Rettungsmittel e.V. (FSR) immer wieder aufkommende Bestrebungen von Landesregierungen, bei der Wasserschutzpolizei Kosten zu senken, indem beim Personal gespart wird. Ein aktuelles Alarmsignal kommt dabei aus Schleswig-Holstein, wo Medienberichten zufolge eine Arbeitsgruppe Einsparmöglichkeiten untersucht. Der Verband sieht Kürzungspläne sehr skeptisch, da weniger Personal zwangsläufig auch nur weniger Aufgaben erfüllen kann.

Die größte Befürchtung betrifft die Sicherheit auf See. Wenn gekürzt wird, trifft so etwas nach Erfahrungen des Verbandes in erster Linie nicht den regulären Einsatzdienst, sondern Bereiche, die nicht unmittelbar mit aktuellen Einsätzen verbunden sind. Der FSR sieht deshalb die wichtige Ausbildungs- und Präventionsarbeit der Wasserschutzpolizei in Gefahr.

Der FSR schätzt die Präventionsarbeit der Wasserschutzpolizei sehr. Eine Vielzahl von Aktionen und insbesondere die Veranstaltungsreihe der „Skippers Sicherheitstipps“, bei der Wasserschutzpolizisten in Vereinen die Wassersportlerinnen und –sportler direkt informieren, sind unverzichtbar. Das Konzept der „Skippers Sicherheitstipps“ ist seit Jahren ein Erfolgsmodell. Hier gibt die Wasserschutzpolizei fundierte Informationen mit unmittelbarem Praxisbezug – sachlich und neutral. Mit dieser Arbeit an der Basis wird ein wertvoller Beitrag zur guten Seemannschaft geleistet und die Sensibilität für das Thema gestärkt – es gibt nach Einschätzung des Verbandes kaum eine andere Institution, die dazu besser in der Lage wäre. Deshalb unterstützt der FSR die „Skippers Sicherheitstipps“ nach Kräften. Nach Auffassung des FSR ist die Präventionsarbeit derart wichtig, dass sie eher noch erweitert werden müsste, weil auf diese Weise Unglücke auf See vermieden werden können, bei denen Menschenleben in Gefahr kommen.

Im FSR haben sich 15 führende deutsche Unternehmen – Hersteller und Importeure von Seenot-Rettungsmitteln – zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, die Sicherheit auf dem Wasser zu verbessern. Informationen rund um das Thema Seenot-Rettungsmittel und das Verhalten auf dem Wasser erteilt der FSR, Gunther-Plüschow-Straße 8, 50829 Köln, Telefon: 0221/595710 sowie unter www.fsr.de.com.