Skipper arbeiten ohne Grenzen!

ADAC Sportschifffahrt unterstützt den Start des neuen Projekts TRECVET Core Curriculum

Auch Skipper sollen künftig grenzenlos tätig werden können.

Auch Skipper sollen künftig grenzenlos tätig werden können.

Es gibt zwar einen einheitlichen Binnenmarkt und stark vereinfachte Verwaltungsverfahren für EU-Bürger, damit diese überall in Europa leben und studieren können, doch werden bestimmte berufliche Qualifikationen von verschiedenen Mitgliedsstaaten immer noch nicht anerkannt.

Ein neues von der EU gefördertes Projekt, dessen Auftaktveranstaltung am 13./14. November 2014 in Palma de Mallorca stattfand, befasst sich mit der eingeschränkten Mobilität von Berufsskippern auf kommerziell genutzten Freizeityachten innerhalb der Europäischen Union. Deutscher Projektpartner ist der Bundesverband Wassersportwirtschaft, die ADAC Sportschifffahrt unterstützt das Projekt tatkräftig.

Die Initiative mit der Bezeichnung TCC-SCV (TRECVET Core Curriculum for Skippers of Small Commercial Vessels) wird von 10 Partnern aus den 9 Ländern Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Rumänien, Slowakei, Spanien und Tschechische Republik durchgeführt.

Innerhalb des TCC-SCV wird das Datenbankprogramm (Comparison Tool), das 2011 im Rahmen des ersten TRECVET Projekts entwickelt wurde, auf 6 Qualifikationen aus Deutschland, Frankreich, Kroatien, Großbritannien, Slowenien und Spanien erweitert. Mit dieser Software (die ähnliche Qualifikationen aus verschiedenen Ländern klar und objektiv gegenüberstellt) werden auch Informationen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller 6 Qualifikationen herausgearbeitet. Diese Daten werden an die Seeschifffahrtsbehörden in der Tschechischen Republik und Rumänien weitergegeben, die zurzeit den entsprechenden Rechtsrahmen für diesen Berufszweig erstellen.

Die vom TCC-SCV Projekt durchgeführte detaillierte Analyse der grundlegenden Elemente des theoretischen und praktischen Ausbildungsumfangs der jeweiligen nationalen Qualifikationen wird den Seeschifffahrtsbehörden die erforderlichen Informationen liefern, um andere nationale Qualifikationen zu verstehen. In einem nächsten Schritt wird das Konsortium diese Angaben nutzen, um ein Europäisches Kerncurriculum für die Qualifikation eines Berufsskippers vorzuschlagen.

Die Software und die Projektergebnisse werden auf der Abschlusskonferenz des Projekts im Juni 2016 in Brüssel (Belgien) den EU-Institutionen, nationalen Seeschifffahrtsbehörden, Ausbildungseinrichtungen, Berufskapitänen und -skippern sowie Industrieverbänden vorgestellt.

Weitere Informationen über das Projekt unter: www.tcc-scv.eu und in den sozialen Netzwerken: LinkedInTwitterFacebook